ars eco lab - Anja Zihlmann und Ben Nurgenc
Shownotes
Weitere Informationen unter: https://ars-eco-lab.com
Ihr findet uns auf Instagram unter www.instagram.com/der.laechelnde.hase
Dieses Gespräch wurde am 19. Oktober 2026 im FSK Hamburg als Radiosendung ausgestrahlt. Es wurden folgende Lieder gespielt, die für die Podcast-Version aus rechtlichen Gründen rausgeschnitten wurden:
Track 1: Timo Lassy & Teppo Mäkynen - Resolution Track 2: Anthony Child - Open Channeling Track 3: Hiroki Sasajiama - Colony 17
Transkript anzeigen
00:00:00: Ihr hört den Podcast der lächelnde Hase, Künstler-Inngespräche mit Carsten Rabe und Madeleine Lau basierend auf der gleichnamigen Radiosendung.
00:00:22: Aus rechtlichen Gründen wurde für die Podcastversion, die im Radio gespielte Musik rausgeschnitten.
00:00:27: Ihr findet die Tracks in den Shownotes.
00:00:44: Heute leider ohne Madeleine Lau, da Madelein verhindert ist und die Sendung nur von mir moderiert wird.
00:00:51: Zu Gast in dieser Sendung Ars Ecoleb
00:00:55: mit Anja Zielmann
00:00:57: und Ben Nurgensch.
00:00:59: Hallo Anja!
00:01:00: Hallo Ben Voll.
00:01:02: schön, dass ihr spontan in diese Sendung gekommen seid.
00:01:06: Ihr werdet im November bei uns am zwanzigsten November einen Vortrag halten in unserer Ausstellung also der Ausstellung Questioning Normalcy die Madeleine Lau und ich Carsten Rabe als der läche Nase im Westwerk zeigen werden.
00:01:22: das Eröffnung am vierten November und neben der Ausstellung wird es ein umfangreiches Rahmenprogramm geben.
00:01:31: Innerhalb dieses Rahmenprogramms werdet ihr am zwanzigsten November auch über eure Arbeiten sprechen.
00:01:38: Da freuen wir uns schon sehr drauf, also beziehungsweise eure arbeiten als AS-EcoLab Wir werden in der folgenden Sendung da noch ein bisschen tiefer darauf einsteigen was ihr als AS EcoLab macht Hat mir im Vorgespräch gesagt, dass wir ein bisschen über euren Werdegang sprechen.
00:01:59: Weil der letztendlich auch dazu geführt hat wo ihr heute steht und was ihr macht mit AS Ecolab.
00:02:10: Anja du kommst von der HFBK haben wir vorhin gesagt.
00:02:14: Nee erzähl mal wie war deine studentische Laufbahn oder deine künstlerischen?
00:02:22: Ja, ich habe an der HFBK studiert im Bühnenraum.
00:02:27: Also ich mache auch Theater und freie Kunst.
00:02:33: Und das war mir auch wichtig bei der Wahl vom Studium also dass ich an einer Freien Kunsthochschule studiere aber eben auch diesen scenografischen Anteil hab, der sich sehr stark mit Raum beschäftigt der sich stark mit Raum beschäftigt und wo man aber auch in Teams arbeitet, also wo verschiedene Expertisen und verschiedene Menschen zusammenkommen um ein Projekt zu machen.
00:03:03: Um eine Installation einen Stück eine Performance zu realisieren die eben auf verschiedenen eben von Raum Mensch Musik funktioniert.
00:03:21: Da habe ich auch Ben kennengelernt und seitdem begleiten wir uns auf unserem künstlerischen Weg, arbeiten aber er seit drei Jahren wirklich zusammen.
00:03:33: Das fand ich jetzt ganz schön dass du das sagst also dass es dir beim Studieren auch um diese gruppendynamische Prozesse ging oder Teamarbeit weil viel ja über dieses Studium an der Hochschule öfters auch so Sätze gesagt werden, dass in der bildenden Kunst man immer sehr alleine und sehr struggled.
00:03:53: Und es ist auch sehr elbenbogenmäßig ist.
00:03:57: Ob's wirklich so ist weiß ich nicht?
00:03:59: Ich habe nie eine FBK studiert aber so wird's oft geschildert und ich finde jetzt eigentlich ganz schön das du sagst wo wolltest schon auch was machen Aber dir war das wichtig im Team Hast du denn Theaterbezug?
00:04:13: Also, dass du saßt Bühnenraumklasse.
00:04:16: Das ist darum ging im Theater große Bühnbilder zu machen gegebenenfalls
00:04:23: Ja.
00:04:23: also es gingen mir in jedem Fall immer darum große Dinge zu machen.
00:04:27: das war meine Motivation am Anfang vom Studium Und mir auch damals, also ich habe keinen direkten Theaterbezug.
00:04:37: Ich hatte gar keine Theatererfahrtung außer halt mal sowas wie keine Ahnung in der Theatergruppe im Gymnasium irgendwie was zu machen.
00:04:46: aber so diese saumgreifenden Installationen haben mich halt schon immer interessiert.
00:04:53: und auch eben Diese Interaktion vom Mensch, auch vom Raum und Wahrnehmung ist ein Thema was mich schon immer beschäftigt.
00:05:01: Und Beziehungen auch also dieses nicht nur die Beziehung untereinander in einem Team sondern dann auch weiter in meiner Arbeit.
00:05:12: ich habe mich nach dem Studium viel mit Technologie beschäftigt und der Mensch und Technologie und da kam auch schon das Naturthema mit rein.
00:05:22: Und ja, wie stehen Menschen in?
00:05:24: Beziehungen beeinflussen sich?
00:05:26: Wie auch unsere Erfahrungen, unsere Wahrnehmung schägen.
00:05:31: Das ist so das Feld, in dem ich mich bewege und indem ich mich auch im Theater bewege.
00:05:37: also ich mache immer noch viel Theater- und Kulturprojekte aber das sind meistens interaktive Projekte, wo das Publikum mit dabei ist bei der Gestaltung in irgendeiner Form
00:05:52: Schön, das ist total toll.
00:05:54: Also den Begriff von Beziehung finde ich da auch noch mal spannend.
00:05:57: also das wird glaube ich gleich auch in diesem Teil.
00:06:00: wo geht es im AS Ecolab drum oder in unserem Vorgespräch war dass eben also es geht ja genau eure Assoziation und die Beziehungen zur Welt ist daher auf jeden Fall ein Grundbaustein.
00:06:17: Ja, also wenn ihr arbeitet jetzt seit drei Jahren zusammen, sagt Anja gerade und du hast einen umfangreicheren Bildungsweg eingeschlagen.
00:06:27: Haben wir gerade rausgefunden?
00:06:29: Ich glaube ich habe zehn Jahre studiert.
00:06:31: Ich weiß es nicht mehr genau.
00:06:33: Ich hab erst Kommunikationsdesign mit Schwerpunktfotografie studiert danach Kunstgeschichte und am Ende erst freie Kunst an der HFBK.
00:06:48: Ja, was willst du wissen?
00:06:50: Wo geht's
00:06:50: jetzt hin mit dir?
00:06:51: Ich glaube wir müssen gar nicht alle Facetten deiner Studienreise da durchspringen.
00:06:57: Aber lustig fand ich das schon.
00:06:59: Kommunikationsdesign habe ich auch mal studiert aber mit Schwerpunkt Grafik.
00:07:04: Das war cool!
00:07:04: Du hast auch noch Kunstgeschichte studiert, was vielleicht interessant ist.
00:07:07: zu dem Ja, auch ASECO Lab teilen.
00:07:12: Also was ist Recherche?
00:07:13: Was ist Akademisches Arbeiten?
00:07:15: Weil ihr malt ja keine Bilder von Bäumen sondern der Baum an sich ist ja vielleicht eher das Objekt und da.
00:07:23: oder also mache ich dann eine falsche Denke dass die Kunstgeschichte doch auf einer Art schon auch ja deine Arbeitsweise beeinflusst hat die
00:07:35: Auf jeden Fall und ich glaube Also nach dem Bachelor hatte ich so das Gefühl, weil ich habe so viel angewandte Sachen gemacht und wollte unbedingt was Theoretisches machen.
00:07:46: Weil ich immer das Gefühl hatte die Leute, die labern alle über Kunst haben aber überhaupt keinen Plan.
00:07:52: Und insofern war das Kunstgeschichte-Studium super!
00:07:56: Aber auf der anderen Seite also nicht nur... tiefer einsteigen, sondern auch lernen wie man wissenschaftlich arbeitet.
00:08:04: Und natürlich war das Geist des Wissenschaften.
00:08:07: aber ich habe mich eigentlich schon immer für Naturwissenschaften interessiert und wenn ich naturwissenschaftliche Paper lese okay wenn es jetzt Astrophysik ist dann blicke ich nicht durch weil Ich bin schlecht in Mathe Aber ich kann sozusagen wenig in Abstract lese und die Methoden einigermaßen verstehe im Biobereich eigentlich ziemlich gut den Zusammenhang verstehen.
00:08:29: Und das kommt halt durch das wissenschaftliche Arbeiten, wenn man halt weiß ich nicht eine Masterarbeit geschrieben hat wo man was weiß ich wie viele Quellen drin hat und sich auch in diesem langweiligen Schreiben von Quelle zu Quelle zur Quelle zum Quelle das Argument aufzubauen Wenn man das halt einmal gemacht hat Das verändert schon auch das Leben sag' ich mal wenn man so großspurig beschreiben kann
00:08:55: Ja, das glaube ich.
00:08:56: Also aber vielleicht auch nochmal die Idee zur Vermittlung dass man nicht nur ein Objekt vermittelt sondern auch einen Text also eine Wissens... ...Wissensteil.
00:09:06: und dann hast du noch einen zweiten Master gemacht sozusagen in bildender Kunst oder in Fotografie?
00:09:13: Nee, in freier Kunst.
00:09:15: Ich habe mich ein bisschen in die durch die Fotoklasse in die HFBK reingemogelt.
00:09:20: Das hatte ich dir vorhin schon erzählt, weil... Also noch aus dem Bachelor ich eigentlich ein reines Foto-Portfolio hatte.
00:09:27: Ich wollte aber unbedingt Bildhauer reinmachen und habe mich dadurch ein bisschen in die HPK reingemogelt und hab dann einfach in der Fotoklace die ganze Zeit Muskulpturen gemacht insgesamt drei bis vierhundert Kilo schweren Abschluss gemacht.
00:09:47: Also, der stand halt im Aula-Voraum und
00:09:51: als Skulptur.
00:09:52: Als Skulpturs waren mehrere Skulpturen und zwar einfach auch die Hölle, die Dinger danach irgendwie zu transportieren und zu lagern weil ja genau da habe ich auch einiges gelernt.
00:10:03: Lustig ist Skulptuur!
00:10:06: Ist das jetzt noch ein Thema für dich?
00:10:11: Würdest du, also Skulptur, jetzt sagst du Fotografie.
00:10:14: Aber Abschluss mit Skulpturen.
00:10:16: bist du Bildhauer?
00:10:17: Nee, Konzeptkünstler würde ich sagen oder konzeptuell arbeiten der Künstler wenn man es jetzt
00:10:23: kunstwissenschaftlich
00:10:24: geht.
00:10:24: Ich meine die Bildhauerei oder die Idee der Skulpture.
00:10:27: und was hat sich glücklicherweise auch erweitert auf eine Art und so Genau, ich habe gestern Abend ja im Westwerk in der Arbeit von euch beiden gesehen und da sind natürlich auch skulpturale Elemente drin.
00:10:44: Wo wir jetzt gleich nochmal drauf kommen.
00:10:46: aber um das jetzt noch mal so zu sammeln und abzuschließen ihr habt dann beide zwei tausend achtzehn Abschluss gemacht oder zweitausend siebzehn achtzehnt an der HFBK seit zudem ein paar Auch und seit drei Jahren auch ein künstlerisches Paar, oder du?
00:11:05: Ja.
00:11:05: Und seit zwei Jahren auch einen geschäftliches Du.
00:11:09: Okay!
00:11:10: Die Spenden konnte noch mal sagen und dann am Ende noch.
00:11:14: Anja, du hattest so'n Satz angesetzt hier.
00:11:18: Jetzt weiß ich gar nicht... Jetzt weiß ich nicht auf was du dich beziehst.
00:11:24: Also seit drei Jahren seid ihr auch ein künstlerisches Duo, also sozusagen als ASIC oder?
00:11:31: Das ist das Künstlerische Duo-AS Ecolab in dem ihr zusammen Kunstmacht produziert und auch mit anderen arbeitet.
00:11:39: Und da wollte ich darauf hinaus.
00:11:41: Ich glaube, da hast du angesetzt, was sagen zu wollen.
00:11:44: Ja genau.
00:11:47: nach dem Studium.
00:11:48: Wir haben uns immer begleitet auf den Weg und irgendwann einfach auch gemerkt, dass wir wirklich auch zusammenarbeiten wollen aber auch erst diese Zeit gebraucht haben alleine zu arbeiten und uns zu entwickeln und dann zusammengekommen sind mit das Ecolab eben auch.
00:12:06: also wir machen Kunst aber wir nehmen auch andere Menschen mit nach draußen.
00:12:12: Wir machen auch Naturbildung und verbinden das eben mit der künstlerischen Praxis, mit künstlärischer Arbeitsweisen.
00:12:21: Und dass ist eigentlich so der Kern unserer Arbeit weil dieser künstletische Blick diese wahrnehmen, also Dinge wahrzunehmen und aufmerksam durch die Welt zu gehen.
00:12:34: Ein Zugang nicht nur zur künstlischen Arbeit schafft sondern eben auch zu der Natur und unserer Umgebung und dass so der Kern ist von dem was wir tun.
00:12:44: Ich glaube da war es jetzt ein Schritt.
00:12:45: soweit schon für die Hürrenden die gar keine Ahnung haben Ars Ecoleb ihr seid genau zwei bildende Künstlerinnen die sich mit diesem Projekt eine Beziehung zur Natur, zur Welt und da einerseits als künstlerische Forschung Grundgänge oder auch als Erleben.
00:13:07: Und gleichzeitig aber auch als Duo was Kunst produziert für sich.
00:13:12: also ihr habt sozusagen oder andere Stellen sich vielleicht den Ausstellungsraum in diesem White Cube vor euer Ausstellungen.
00:13:20: Raum ist vielleicht die Welt oder?
00:13:23: Also Fragezeichen
00:13:25: Willst du auf dieses Bildhauetisch-Head aus?
00:13:27: Was vorwahrt da ... Nee, ich
00:13:28: will auch gar nichts raus.
00:13:29: Ich dachte nur, dass wir vielleicht diesen Bogen noch mal spannen für die Menschen, die da draußen am Radio sitzen und gerade nicht genau wissen was das Ars Ecoleb in dem Sinne also macht.
00:13:49: Ich sag auch kurz was.
00:13:50: Sehr gut!
00:13:51: Du hast gefragt Fragezeichen, ich sag Ausrufzeichen.
00:13:54: Also stimmt mir überhaupt, wie du es gesagt hast.
00:13:58: Anja hat sehr schön beschrieben, na ja wie es emotional ist was wir vermitteln wollen und so weiter.
00:14:10: Ich mach mal kurz die rechtliche Seite weil Wir sind als Reiseveranstalter eingetragen.
00:14:18: Also wir können quasi nach EU-Recht Reisen durchführen, die als Pauschalreise gelten.
00:14:26: Wir können eine Naturführung anbieten zum Beispiel den ganzen Tag und noch ne Übernachtung mit dranhängen.
00:14:32: Und natürlich wenn wir mit Menschen im Ausland auf ne Reise gehen wollen braucht man das!
00:14:40: Das war halt auch so... Okay, wir wollen halt eine Firma mit der wir diese Sachen anbieten können.
00:14:48: Wie machen wir das?
00:14:49: Und dann ging es durch einen... Prozess und so weiter und sofort.
00:14:53: Und dann war klar, okay wir müssen halt einen Reiseveranstalter gründen weil wir es sonst gar nicht dürfen.
00:14:58: also wir können nicht sagen Wir machen ein Kunst Retreat zum Beispiel wo wir drei Tage Naturvermittlung machen wo wir mit Menschen weiß ich nicht in die Natur gehen Bäume bestimmen Pilze sammeln was auch immer zusammen kochen abends chillen offenes Atelier machen das wäre jetzt zb mal so ein Angebot und Dann Die Leute Auch übernachten Können.
00:15:21: Das darf man nicht, außer man ist Reiseveranstalter und hat entsprechende Versicherungen.
00:15:26: Und ich liebe diesen Teil, deswegen spreche ich da auch drüber.
00:15:32: Was passiert im Hintergrund?
00:15:33: Das
00:15:34: finde ich total toll.
00:15:35: Also kurz dachte, habe ich diese Kurve nicht gedanklich nachvollziehen können aber jetzt finde ich sie super weil sie genau das beschreibt was hinter dieser Kunst auch oft passiert war es nämlich viele gar nicht wissen dass da auch viel logistik rechtliches Abrechnungen und andere Systeme sind.
00:15:54: Und du hast aber eben auch was ganz Schönes gesagt, dass ihr Leute mitnehmt.
00:15:58: Eben und das dieses auf eine Reise gehen reise veranstalter und weil auf ein reise gehen ja auch ein bisschen Was ist was die menschen aus ihrem normalen alltag rausholt wo sie mit euch sozusagen in die natur gehen können um Mit euch Das war auch eine frage Die wir im vorgespräch kurz angessen haben mit euch kunst erfahren oder für sich Kunst in der Natur oder die Welt als Kunst begreifen, oder ist dieser Begriff Kunst vielleicht auch da gar nicht zu verwenden?
00:16:34: Geht es vielleicht gar nicht um dieses starre Wort Kunst.
00:16:41: Ich glaube... Es geht nicht um dieses Stadewort Kunst, sondern um eine Haltung wie ich die Welt erfahre.
00:16:49: Wir reden auch immer wieder vom künstlerischen Blick auf die Welt und das ist ein neugieriger Blick, ein forschender Blick wo man sich erst mal auf das Einlässt was außerhalb von mir ist und erst später auch in der Interpretation geht.
00:17:08: Und wir wollen die Leute mitnehmen aus dem Alltag, aber das Ziel ist, dass natürlich etwas üblich bleibt für den Alltag.
00:17:16: Weil wir haben angefangen mehr draußen zu sein.
00:17:20: Irgendwann, achtzehn, neunzehn hat sich das so verstärkt diese Auseinandersetzung mit der Natur.
00:17:26: Benni hat sich immer mehr mit Pilzen beschäftigt.
00:17:29: dann haben wir auch gemeinsam angefangen uns mit Bäumen zu beschäftigen, weil die Pilze hängen mit den Bäumen zusammen.
00:17:37: Und da und seitdem also für uns ist das nicht so getrennt.
00:17:43: dieses in die Natur und rausgehen im Alltag und der Alltag ist was total anderes.
00:17:49: oder ich kann für mich sprechen es ist natürlich etwas anderes auch wenn nach Griechenland reisen, um diese Forschungsarbeit, diese künstliche Forschung zu machen.
00:17:59: Aber seitdem ich mich mit Natur beschäftige oder meine Wahrnehmungen sensibilisiert habe darauf was außerhalb von mir ist findet das auch in meinem Alltag statt.
00:18:09: wenn ich zur S-Bahn laufe hab ich einfach ein volles Leben.
00:18:14: die Welt ist viel voller dadurch eben feine Details wahrzunehmen und das ist, dass wir so wie die Menschen auch mitnehmen wollen um zu zeigen hey sensibilisiert eure Sinne.
00:18:29: Und diese Beschäftigung mit der Natur, mit dieser künstlerischen Neugier auch nicht nur wissenschaftliche Dinge zu lernen sondern auch zu gucken ah was interessiert mich persönlich da dann?
00:18:41: Was löst Emotionen in mir aus?
00:18:43: Assoziationen?
00:18:44: Das halt eben Was auch so eine Tiefe, was im Herzen übrig bleibt.
00:18:54: Das fand ich jetzt eine super schöne Beschreibung und ich glaube das bin mir sicher dass es nochmal eine total wichtige Info war zu dem was ihr da macht und aber auch vor allem eine ganz wichtige Info zu Hallo, wie sehen wir die Welt?
00:19:08: Weil das ist ja auch ne Sache, wo wir an allen Schnittstellen sehen.
00:19:12: Die Menschen fallen total raus, weil sie diesen Weltbezug oder Naturbezug um Weltbezug komplett verlieren durch Social Media, nur noch ein Leben in Innenräumen, sei es im KFZ-Innenräumen oder Büro und Wohneninnenräume.
00:19:32: Und mir geht's im Übrigen auch so dass sich diese Schönheit der Natur auch schon auf dem Gehweg oder ich bin super viel im Park obwohl das immer derselbe Park ist und trotzdem sehe ich immer wieder neue Sachen.
00:19:48: Ich würde es dabei für diesen ersten Teil der Sendung belassen wollen.
00:19:53: Du hattest das Stich vor Ort Griechenland-Reise schon gesagt, da kommen wir als nächstes drauf?
00:19:57: Ihr habt Musik mitgebracht!
00:19:59: Was ist der erste
00:20:00: Song?!
00:20:00: Weil wie alle unsere Studiogestinnen habt ihr Musik mit gebracht und das ist eine Auswahl aus einem bestimmten Grund.
00:20:07: Möchtest du vorher was sagen oder danach?
00:20:09: Okay kann ich kurz sagen... Wir haben so ein bisschen überlegt okay was bringen wir mit?
00:20:16: Das sind alles so Sachen, die wir so unterwegs hören.
00:20:20: Wenn wir unterwegs sind zum Kunstmachen also keine Ahnung im Auto und irgendwelche Bergstraßen hochgurken damit wir dann noch mal so lange wandern müssen oder so.
00:20:32: Beziehungsweise hatten auch drüber gesprochen was ganz witzig ist.
00:20:37: der zweite Track das kommt ja später ne?
00:20:40: Das ist so ein typischer Track.
00:20:43: Wir waren den ganzen Tag unterwegs, sind total fertig und fahren jetzt so mit dem Auto natürlich im Dunkeln weil wir alles ausgereizt haben zurück zur Unterkunft.
00:20:56: Und dann hören wie solche Dinge.
00:20:57: aber der erste auch.
00:20:59: also
00:20:59: sehr motivierend.
00:21:01: Also als ersten Track hören wir heute Timo Lassi und Teppo Mäckchen Resolution Blue.
00:21:09: Lieberhörerinnen und Hörer wir hören uns wieder in drei Minuten Zurück im Studio.
00:21:19: Es ist Montagabend der neunzehnte Oktober, zwanzig Uhr.
00:21:23: Sie hören der lächelne Hase Künstler in Gespräche mit Madeleine Lau und Karsten Rabe heute nur mit Karsten Rabel da Madelein leider nicht ins Studio sein kann.
00:21:33: zu Gast Ars Ecoleb.
00:21:36: Hallo Anja hallo Ben während Sie da draußen den schönen Song von Timo Lassi gehört haben.
00:21:45: Haben wir uns besprochen?
00:21:47: Ben hat noch ein, zwei Sachen aus dem ersten Teil anzufügen.
00:21:52: Hallo Ben, schieß
00:21:54: los!
00:21:55: Ja ich fand es schön was Anja gesagt hat nämlich so im Detail viele Dinge erkennen können dass man auch einfach oder du hattest das auch gesagt Du gehst immer wieder in den gleichen Park und findest immer wieder neue Dinge.
00:22:10: Und da muss ich sagen, ich bin ein sehr getriebener Mensch.
00:22:13: Für mich war das immer so ... Ich muss irgendwie nach Mazedonien in die Berge oder in die Türkei irgendwo auf den Gipfel oder was weiß ich?
00:22:22: Immer sowas Krasses und Großes.
00:22:24: Anja hat mich voll abgeholt und hat mich zu Ruhe gebracht auch ein bisschen.
00:22:29: Ähm... Und ich hab durch Anja gelernt, dass man halt einfach in der näheren Umgebung auch supertolle Dinge finden kann und damit auch glücklich werden kann.
00:22:42: Und man muss nicht immer so weit hinaus, was wir trotzdem ab und zu machen.
00:22:49: Das ist aber auch schön und auch wichtig.
00:22:51: also dieses ja das gute Liktionar sagt man noch auch, oder?
00:22:56: Ja Ferne und Nähe, also beides.
00:22:59: Es muss sich ausgleichen irgendwie.
00:23:05: Ja, voll.
00:23:05: Und ich glaube halt es ist halt was in der näheren Umgebung schön ist auch diese lange Beobachtungszeit also eben der Weg zur Bahn wie sich der verändert übers ganze Jahr und was da passiert?
00:23:19: Das ist eben schwieriger wenn wir weit weg gedeisen weil wir können nicht immer wieder... Also wir können schon immer wieder an die gleichen Orte.
00:23:28: aber das ist sehr punktuell und Ben hat ja auch Orte die ja immer wieder besucht.
00:23:35: Es gibt einen Ort in der Türkei, wir waren da auch schon zusammen aber Ben geht auch immer wieder alleine hin und dann gibt es auch so eine Fülle unten Überblick.
00:23:46: Aber es gibt eben auch Orte wie das was du jetzt auch gesehen hast von Tenetiva, von diesem Januar, da waren wir jetzt einmal und dann gibts die Sammlung von einem Mal.
00:24:01: Als nächstes fahren wir eben nach Griechenland auf den Olymp.
00:24:06: Und das wird jetzt auch das erste Mal sein, dass wir diesen Ort uns angucken.
00:24:13: Olimp Griecheland!
00:24:14: Ich war noch nie in Griechnland und ich war noch nicht auf dem Olymp.
00:24:19: Finde ich total toll... Jetzt hast du gerade nochmal gesagt was ich gestern gesehen habe auf Teneriffa.
00:24:26: Lass uns da noch einmal ganz kurz bleiben, also ich glaube der Weg von dem Bild an der Wand was ich gestern Abend gesehen habe zu dem Olympus recht kurz.
00:24:35: Aber was ich gesehen hab und was ich total spannend und toll fand ist die Überführung letztendlich... knüpft es auch noch mal an das Akademische, die Überführung einer Vermessung eines Ortes den ihr vorgenommen habt.
00:24:51: Eines Baumes, eines Objektes und ein Stück Landschaft und das auf eine etwas abstrahierte Art in Form eines Bildes in die Welt zurückgebracht hat.
00:25:03: Ja aus oder an?
00:25:05: Wir nennen es gerne Archivauszug, also klar das ist jetzt ein Bild.
00:25:09: Es ist sehr ausgewählt und in so eine fertige Form gebracht und zusammengestellt.
00:25:13: aber es sind eigentlich... ...es aus unserem Materialfundus der eben auf diesen Wanderungen und Kartierungen entsteht.
00:25:23: Und man könnte, warte mal jetzt überlegt ich, sind's vier oder fünf Elemente im Bild?
00:25:28: Also bei dem Rahmen den Kasten mit denkt sechs sogar oder berichtige mich gerne Und zu sehen ist was.
00:25:37: Habt ihr Lust, das einmal ganz kurz zu beschreiben in ein paar Sätzen?
00:25:41: Was sehen wir in dem Bild, was gerade im Westwerk hängt?
00:25:45: Was ja auch Symbole steht für eure Arbeitsweise, oder?
00:25:48: Das
00:25:48: steht nicht mehr... Ist es nicht im Westberg?
00:25:50: Quatsch!
00:25:51: Im Mom-Artsbase.
00:25:52: Entschuldigung liebe Hörerinnen und Hörern.
00:25:53: Das Bild über das wir jetzt reden, hängt zurzeit im Mom-Art-Base.
00:25:57: Du hattest auch gar nicht die Ausstellung angeteasert aber Das machen wir jetzt mal.
00:26:02: ganz kurz, also man kann unsere Arbeiten gerade in dem Immunart Space sehen.
00:26:08: Wir haben einmal unsere Bewegung aufgezeichnet das mit GPS machen wir das.
00:26:16: daraus entstehen fast schon so Zeichnung und ja wir haben eigentlich oft die gleiche Arbeitsweise.
00:26:25: also wir wir tracken uns um teilweise Schwere Wanderung, anstrengende Tage in eine künstlerische Form zu bringen.
00:26:38: Was ja eigentlich eher so eine technische wissenschaftliche Ästhetik ist.
00:26:43: aber wenn man es schön ausdruckt und zeigt dann sieht das auch toll aus
00:26:47: Ja und das auch etwas über unsere Bewegung erzählt.
00:26:50: Also man sieht halt auf diesen Tracks, wo sind die Linien gedatet?
00:26:53: Wo sind wir auf den Weg gegangen?
00:26:55: Wo gibt es so eine Verdichtung und ganz starke Überlagerungen von Linien?
00:26:59: dass ist immer da, wo wir interessante Dinge gefunden haben ob jetzt ein Baum ist oder Pilze oder andere Pflanzen.
00:27:06: Es zeichnet diese Bewegung auf und von wo wir stehen bleiben und untersuchen und wo wir gehen.
00:27:15: Und das ist so der Hintergrund vom Bild von dieser Arbeit.
00:27:20: Und dann haben wir oft Fundstücke, die wir auf unseren Wanderungen finden – also kann ein Stein sein, kann ein Stück Holz sein und meistens eben etwas was einen ganz starken Bezug zu diesem spezifischen Ort hat, zu diesem Biotop.
00:27:39: zum Beispiel Jetzt bei der Tenerifferarbeit war das ein Stück Harz.
00:27:46: Da dort die Bäume sehr stark harzen, um sich gegen Waldbrände quasi im Nachhinein zu wehrzusetzen bzw.
00:27:56: gegen Parasiten und Bakterien, die eindringen könnten.
00:28:00: Und es gab super tolle Harzstücke, die sehr schön geformt waren.
00:28:05: Da kommt dann halt auch wieder die Bildhauerei mit ins Spiel, weil
00:28:10: das
00:28:10: liegt uns auch am Herzen.
00:28:12: aber es ist nicht sozusagen der Hauptteil der Arbeit sondern immer so man entdeckt solche Dinge dann.
00:28:18: Ne genremäßig überlagern sich da viele Sachen.
00:28:21: Das fand ich ebenso spannend an diesem... Ich habe jetzt ja eben so ein Bild gesagt dass er reduziert hat und bricht das auf eine unschamante Art total runter.
00:28:30: also man könnte es auch in kleine Installationen nennen Oder, wie du sagst Archivauszug finde ich, greift es noch viel besser.
00:28:37: Ja oder Objektkollage glaube ich auch.
00:28:39: also weil sie dem Objekte die dann ja collagiert sind zusammengestellt sind
00:28:46: und Anja macht sehr gerne Frotagen von Oberflächen.
00:28:52: deswegen haben wir auch eine coole Frotage drin relativ klein dass das so mit reinpasst.
00:28:58: aber Anja hat auch schon so einen ganzen Baum abfrotagiert, wenn man das so sagen kann.
00:29:06: Ja wirklich so eine ganze riesige Fläche der Rinde.
00:29:11: und jetzt in dem speziellen also in dem Werk dass du angesprochen hast Karsten wer der letzte Teil der auch wichtig ist mein Baumsplin für sehr alte und manchmal dicke Bäume.
00:29:27: Und aus dem wissenschaftlichen Kontext kommt da die Vermessung des Baumes auf Brusthöhe, und zwar haben wir dann den Brusthöhnenumfang des Stammes genommen.
00:29:43: Das machen wir mit einer Schnur, was vielleicht nicht so ganz hundert Prozent wissenschaftlich ist, weil die Schnur ein bisschen flexibel ist.
00:29:51: Aber am Ende haben wir dann eine schöne Schnur mit einer Bezeichnung auch, wie lang die ist und die übersetzt eigentlich dieses Volumen des Baumes in das Bild.
00:30:04: Was man nie im Bild richtig fassen kann.
00:30:06: Und deswegen ist es halt wichtig, dass halt auch jemand mitkommt und das selber erfahren kann.
00:30:13: Ja!
00:30:13: Und was ich toll fand an dieser Schnur, die da hängt in diesem Rahmen... Also es ist ein Foto von diesem Baum Der im kleines Foto ist da auch noch zu sehen.
00:30:26: Diese Schnur, wenn sie dahängt, wirkt für mich total lang!
00:30:30: Das ist lustig... Ja, wenn ich jetzt eine Schnur zum Umfang eines Baums hätte schätzen sollen, wäre die viel kürzer wahrscheinlich gewesen und das hat für mich aber also diese Schnur visualisiert nach auch nochmal wie massiv dieser Baum ist.
00:30:48: Also wie lange?
00:30:50: groß und ja, groß eben dann auch wie alt.
00:30:56: Und ich finde das total schön.
00:31:01: dieser Objektkasten oder dieses Arrangement weil eben ganz viel zusammen kommt diese Wanderung die erstmal aber auch abstrakt ist also weil es eine Linie ist man könnte auch ein umrissner Insel sein oder ne Landkarte also er bietet aber einen großen Interpretationsspielraum.
00:31:18: genau das Band, was dann da hängt.
00:31:20: Die Frotage die kleinen Objekte des Harzes, die Fotografie und gleichzeitig manifestiert es so ein Ort auf finde ich auch eine poetische aber doch auch obwohl Archiv hat es auch obwohl präzise hat's doch auch etwas unpräzises was offenes was frei assoziierbares.
00:31:46: Das hat mir sehr gut gefallen an der Arbeit.
00:31:52: Wenn solche Arbeiten dann Teil der Forschung am Olympus sein, wenn ihr da jetzt hinfahrt wie geht ihr davor?
00:31:59: Wir haben jetzt eure Spaziergänge schon angesprochen dass hier euch an bestimmten Sachen stehen bleibt weil ihr sie besonders interessant findet.
00:32:11: Es gibt eine Grundbaumart die dich da interessiert.
00:32:18: Genau, was ist das Challenge am Olympus?
00:32:27: eine mögliche Vergleichsfläche gesucht.
00:32:48: Also, eine Baumart in Zentraleuropa, in der Nähe sage ich mal die ein ähnliches ja ähnliches Biotop besetzt und die Schlangenhautkiefer ist an einen paar wenigen Stellen also über den Balkan bis nach Griechenland verteilt wobei ich glaube der Bereich nennt sich auch Balkan wie es auch egal Und das sind beides Baumarten, also die Libanonzeda und Schlangenhautkriefer.
00:33:21: Die Waldgrenze bilden sehr weit oben wirklich am Rand der menschbegehbaren Fläche ist.
00:33:31: Also danach ist nur noch Alpiner Rasen da gehen dann Leute zum Wandern hin aber zum Beweiden mit Tieren.
00:33:39: Aber ich glaube diese Grenze interessiert mich und es ist halt sehr weit weg und auch dieses besondere Ökosystem.
00:33:46: Und die Schlangenhaut Kifas, soweit ich weiß bedroht in ihrem Bestand ist vielleicht eine Reliktart oder ein Relikthabitat.
00:34:03: Ich habe das Gefühl, dass in Griechenland auf dem Berg Gipfel quasi ... Oberhalb der Waldgrenze auf ähnliche Art und Weise, wie in der Türkei auch eine sehr alte Kultur von Beweidung war.
00:34:18: Und vielleicht immer noch ist.
00:34:20: Und dass diese Übergänge zum Waldrand hin mit sehr alten Bäumen eine sehr ähnlichen Struktur aufweisen.
00:34:28: Ich bin mich interessiert, ob man das erst mal vergleichen kann.
00:34:33: Das muss man prüfen!
00:34:35: Und wir haben da gar nicht so drüber gesprochen, aber mein zweites großes Thema neben der Kunst ist eigentlich die Pilze.
00:34:44: Ich bin mittlerweile freiberuflicher Mikologe und mache Biotopkartierung Da auf dem Olymp, habe ich keine bisher keine Veröffentlichung gefunden.
00:34:59: Dass da irgendwie eine Bestandsaufnahme von den vorkommenden Pilzen die eben in dieser Waldgesellschaft vorkommen das sie gemacht wurde und das interessiert mich halt voll dass sich da mal gucken kann.
00:35:13: Das ist natürlich, also geht es in Teilen erstmal um für dich eine private Wissenslücke vielleicht zu schließen oder geht's auch darum zu gucken was man daraus machen kann?
00:35:22: Weil das ist natürlich spannend.
00:35:24: Welche Pilze gibt es am Olympi?
00:35:27: Oder auch welche Pilze gibts nicht am Olympium?
00:35:31: Ja genau, welche gibt es nicht!
00:35:35: Ja, private Wissenlücke aber nicht nur private WISSENSLÜCKE Mal gucken, wo das hinführt.
00:35:41: Aber ich meine die Kunst ist ein Teil, weißt du?
00:35:46: Bei mir ist immer auch der wissenschaftliche Anspruch und sagen wir mal der Feldmykologische Anspruch ... Und diese Faszination mit der Feldforschung... Ich glaube dass so die Feldforschungen aus dem Bereich Biotop-Kartierung Das fließt immer in die Kunst ein.
00:36:03: Und da kommen dann Anja und ich sehr gut zusammen, weil ich habe dann so meine Wissenschaftsblin und Anja interessiert sich halt auch voll für Pflanzen und Pilze ist bisschen besser als ich auch mit Kräutern usw.. Da haben wir irgendwie eine super Überschneidung gefunden.
00:36:23: und auch in der Arbeitsweise heißt du das Das bin dann nicht nur ich, der dann sagt so.
00:36:29: Ja okay, da müssen wir jetzt dahin und dann müssen wir diese Bäume angucken und vermessen und sowieso sondern ja da passiert so eine Synergie auch.
00:36:39: Ja weil es geht ja auch die wissenschaftliche Arbeit oder Kartierung das gehört ja auch zu das Sammeln dazu also Dinge zu sammeln und eben zu bestimmen, welche Pflanzen sind da.
00:36:54: Also wir sind sehr viel beschäftigt wenn wir unterwegs sind auch Samen- und Blättchen vom Boden aufzusammeln, so gucken wie sehen die Bäume aus?
00:37:02: Also neben dem dass es meistens ein Baum gibt den wir also bin ja von den Zedern erzählt.
00:37:11: Jetzt gehen wir zu den Schlangenhautkiefern.
00:37:14: Wir waren auch schon in einem Arfenwald in der Schweiz, wo so Arfe und Läche zusammenkommen.
00:37:19: Auch ein Baum, das die Waldgrenze bildet, der eben vom... also wo es einfach wenig Adiale gibt.
00:37:27: Aber es ist ja nicht immer nur ein Baum sondern es gehört ja dieses ganze alles mit dazu.
00:37:34: was für Kräuter sind da?
00:37:36: Was für Pflanzen?
00:37:37: wie ist der Boden?
00:37:38: Wie ist die Feuchtigkeit?
00:37:42: Genau, wie setzt sich dieser Ort zusammen?
00:37:46: Und das interessiert uns halt auch.
00:37:48: Das ist auch was wir aus dem Olymp sammeln werden.
00:37:53: Also einmal besuchen wir diese Schlangenhautkiefern und dann gucken wir uns an... Was gehört da alles dazu dass die eben da wachsen?
00:38:05: Und ich wollte noch kurz was hinzufügen.
00:38:07: Ich finde das spannende und das cooler daran, dass man aus auch im künstlerischen Kontext agiert ist.
00:38:16: Wir können halt immer switchen, weißt du?
00:38:18: Wir gehen da hin und dann haben wir sage ich mal so unseren abstrakten Blick wo wir den Bayes also... Wie sagt man auf Deutsch?
00:38:29: Die Vereinahmung oder die Verfälschungen von Daten vermeiden wollen.
00:38:33: Dann treten wir einen Schritt zurück, gucken uns das ganz wissenschaftlich an und dann sagen sie, der Baum ist so schön!
00:38:40: Und dann machen wir einen schritt nach vorne wieder hin und nehmen den Abdruck und also die Rindenbeschaffenheit und so.
00:38:48: Und dann sind wir voll in der Kunst drin.
00:38:51: Man kann es halt so toll switchen.
00:38:53: Mal ist man total subjektiv und mal versucht... möglichst nicht subjektiv zu sein.
00:38:58: und mittlerweile sind wir da ganz gut geübt drin, dass wir das so wie es gerade gut passt am gleichen Tag auch machen können.
00:39:11: Das fand ich jetzt ein super schön ja Abschlusssatz für diesen Teil.
00:39:17: also weil er auch nochmal das Bild greift und dieses die Überführung an die anderen Menschen möglich macht, was ihr nämlich macht und diesen Moment, diesem Baum dieses Archivieren visualisiert dann in so einem Objektrahmen.
00:39:35: Wie gesagt gerade im Momatspace zu sehen ist.
00:39:39: Und was bei mir eben gerade so klicktmachte war dieses Wenn man nur zurück käme und davon erzählen würde wäre es nochmal etwas ganz anderes.
00:39:50: aber es gibt auch eine Haptik die ihr liefert.
00:39:53: Und es gibt eine ja irgendwie ne Poesie und es gibt euch, die ihr zusammen das erforscht.
00:39:59: Und Es gibt auch eben eine Überführung eines akademischen Diskurses in der Visualisierung, in der Haptik, in Dinge, die der Mensch erst mal so mit einer Leichtigkeit erfahren kann.
00:40:13: Das finde ich total schön!
00:40:17: Hab' ich das nochmal so ein bisschen zusammengefasst?
00:40:19: Du schmunzelt's da nicht?
00:40:20: Ja
00:40:21: voll!
00:40:22: Weil ich finde, es ist das Emotionale was wir versuchen zu... Also was so wichtig ist damit wir eben das was du alles beschreibst.
00:40:31: Ich find super und es ist halt das Emotionale was dann auch die anderen Leute abholt und mitnimmt dass was uns berührt zu transportieren durch diesen künstlerischen Zugriff
00:40:43: Und das finde ich gelingt euch total gut.
00:40:45: also das ging mir gestern so und ich erinnere mich ich hatte da einen Vortrag.
00:40:51: Cedar, der Libanese in denen hatten vor zwei drei Monaten mal gehört.
00:40:56: Ja schön jetzt läuft uns schon fast die Zeit davon.
00:40:59: wir wollen trotzdem den zweiten Song noch hören oder auf jeden Fall anspielen.
00:41:04: Mögt ihr noch was dazu sagen?
00:41:06: Oder soll ich einfach mal so loslegen?
00:41:09: Okay stellt euch vor also hier zu Hause das hört.
00:41:14: Wir waren an einem anstrengend Tag.
00:41:18: Wir sind keine Ahnung, zehn Kilometer ohne Weg durchs Gebirge geklettert hat, hatten super krasse Erfahrungen und jetzt sind wir fertig und fahren mit dem Auto zurück in die Unterkunft und es ist natürlich
00:41:30: dunkel.".
00:41:32: Sehr schön!
00:41:32: Und genau zu diesem Stimmungsbild hören wir jetzt Anthony Childe und der Song heißt Open Channeling.
00:41:40: In diesem Sinne hören wir uns wieder in sechs Minuten... Zurück im Studio.
00:41:49: Sie hörten Anthony Child, Open Chancellor.
00:41:56: Jetzt gibt's hier wildes Gästikulieren in der Studiogäste ich weiß nicht warum.
00:42:00: Ben was wolltest du mir jetzt zeigen?
00:42:04: Liebe Hören und Hörer.
00:42:05: sie hören der Lächeln in der Hase.
00:42:06: künstleren Gespräche mit Madeleine Lau und Karsten Rabe heute zu Gast ASE Collab nicht zu Gast leider Madelein Lau nicht dabei, bei dieser Aufnahme.
00:42:17: Wir haben einen sechsminütigen Song gehört den du gerade angesprochen hast mit.
00:42:21: es war eine lange Autofahrt nach einem langen Tag durch die Nacht auf einer euren Reisen.
00:42:30: Olymp steht als nächstes an Griechenland.
00:42:33: in zwei Wochen fahrt ihr dahin oder?
00:42:36: Ja dritter November geht's los
00:42:39: Sehr schön.
00:42:39: Und am zwanzigsten November seid ihr bei uns im Westwerk und da werdet ihr sozusagen, ja nicht nur so zu sagen, da werdert ihr.
00:42:50: oder ist die Idee dass ihr über diese Reise, über diese Research-Reise, Über diese Forschungsreise aber auch Urlaubsreise einen Input gebt der ein bisschen das hörbar sichtbar und erlebbar macht was euch in den letzten zwei Wochen dann in Griechenland erfahren ist?
00:43:10: Ja genau, also wir werden mitbringen was wir gesammelt haben.
00:43:16: Also es wird Tracks geben, es wird Objekte und Fundstücke geben.
00:43:26: Wir sind ja dann auch erst sechs Tage zurück von der Reise.
00:43:30: Es ist wirklich ganz frisch und wir können Arbeitsstand zeigen und wie das Archiv aussieht.
00:43:40: Ben hat vorher schon von Frotagen erzählt, weil ich beschäftige mich vielmehr zu Oberflächen und Strukturen.
00:43:46: Was mich interessiert auch an diesen alten Bäumen, denn da gibt es immer viele Spuren.
00:43:51: Und da werden wir wahrscheinlich auch was mitbringen, das auch so neuer ist und wir noch dran arbeiten.
00:43:59: Ja und für mich ist halt Teil des künstlerischen Prozesses eigentlich immer auch... ...was man fast gar nicht mehr Vorbereitungen nennen kann.
00:44:09: also Ich sitze stundenlang vor Google Earth.
00:44:15: Also diese Dreidesicht von Google auch mit der Zeitleiste, wo man halt in die Vergangenheit gehen kann um so Veränderungen in der Waldstruktur zu sehen.
00:44:24: Und ich werde euch auf jeden Fall auch einiges aus diesem virtuellen Scouting-Prozess, den wir dann vor Ort prüfen, werde ich euch mitbringen und welche Waldstrukturen, welche Orte genau ich besuchen oder wir besuchen wollten und ob wir da hingekommen sind überhaupt?
00:44:45: Das finde ich aber auch schön.
00:44:46: Das hatten wir jetzt im Vorgespräch gar nicht, erinnere ich mich aber auch noch als den Vortrag über die libanesische Zäder gemacht, wo es auch um diese Maps gegen diese Google Maps und die Satellitenbilder und was auch nochmal eine schöne Verknüpfung ist zu Natur real zu erleben da zu sein und aber doch eben auch dieses Link in den digitalen Raum zu machen.
00:45:13: Wir sind total gespannt auf euren Input da am zwanzigsten.
00:45:17: Wir hatten gesagt, um achtzehn Uhr geht es los glaube ich oder ab achtzehnt Uhr seid ihr da und ab neunzehnten Uhr werdet ihr dann von der Reise erzählen.
00:45:29: Das im übrigen Liebehören nennen ist auch eine gute Möglichkeit, AS Ecolab an Jahrzielmann und Ben Norgensch A kennen zu lernen, B teilzunehmen.
00:45:39: Der Vortrag ist für jeden zugänglich also kostet keinen Eintritt und findet statt im Westwerk Admiralitätstraße.
00:45:48: Genau kommt gerne dazu.
00:45:50: wir werden voraussichtbarlich was kochen ne Suppe oder sowas die es dann dazu gereicht gibt.
00:45:58: Habt ihr sonst noch Pläne für die Zukunft?
00:46:00: Also, im Jahr twenty-seven oder genau.
00:46:06: Wollt ihr vielleicht einmal ganz kurz nochmal eure Webseite sagen und wo Menschen theoretisch sich bei euch anmelden können oder wo man euch findet im Internet für so Reisen, die man mit euch als Reiseveranstalter wahrnehmen kann?
00:46:23: Ja, ihr findet uns auf... www.as-eco-lab.com.
00:46:30: Da findet ihr immer wieder verschiedene Angebote von Reisen über Naturführung und eben auch künstlerische Workshops in Kombination mit Naturvermittlung.
00:46:46: Und da gibt es immer wieder ein neues Programm, in den nächsten Monaten kommt dann in jedem Fall auch einiges fürs nächste Jahr mit dazu!
00:46:55: Sind wir gerade am Programm ausarbeiten für das nächste Jahr?
00:47:00: Ja, zwei Sachen an denen wir schon länger arbeiten.
00:47:04: Es wird eine Reise in die Türkei zu den teilweise tausend Jahre alten Zedern geben.
00:47:14: Ungefähr elf Tage ist jetzt angesetzt und das Ganze findet im Mai statt.
00:47:19: Und dann haben wir auch noch im Herbst Ende September eine Reise nach Rumänien und das wird eine Pilzreise sein.
00:47:28: Also mit Schwerpunkt auf Pilze, Pilzbestimmung, Pilze kennenlernen und wandern in den rumänischen Kapaten.
00:47:37: Wow!
00:47:37: Das ist aber toll.
00:47:38: Das sind aber zwei tolle Vorschläge und also finde ich auch spannende Reisen Rumänien und Türkei.
00:47:45: Super, das ist doch ein schöner Input.
00:47:48: Da mit dem Blick auf die Uhr uns die Zeit nun zu Ende geht, die wir hier im Studio haben Wir werden gleich zum Ende noch einen letzten Song spielen von Hiroki Sazayama Würden wir so interpretieren halb Norddeutsch ausgesprochen Genau!
00:48:10: Das wird dann der Ausklang.
00:48:12: Und liebe Hörerinnen und Hörern, kommen Sie ins Westwerk.
00:48:16: Vom vierten bis zum einundzwanzigsten November stellen wir Madeleine Lau und ich eben Karsten Rabe das Projekt Questioning Normal ziehen noch mal vor mit Arbeiten von Corinna Gotogos Yamachon Merlin Reichardt Yannick Rima Hoshana Hiyos Jay Richie und Nana Shu und Linda Hansen, fast vergessen.
00:48:38: Genau!
00:48:39: Und dazu wird es wie gesagt verschiedene Lesungen, Vorträge und einen Vortrag mit dem ARS Ecolab geben.
00:48:47: In diesem Sinne sagen wir jetzt auf Wiederhören bis zum sechzehnten November dann vielleicht eine Live-Sendung aus dem Westwerk.
00:48:57: Wir schließen jetzt Guten Abend und auf Wiederhören!
00:49:05: Tschüss,
00:49:07: es war sehr schön hier zu sein.
00:49:10: Danke und bis bald.
00:49:11: Schön dass ihr da wart.
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